Dienstag, 31. Januar 2017

Alle guten Dinge sind bekanntlich drei - Unser Augustbaby.

Hallo ihr Lieben!

So recht weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll, habe ich doch so viel zu erzählen. Ich beginne mal ganz von vorn. Nach der Geburt des kleinen Babymädchens - im Februar 2015 - war uns klar, wenn drei Kinder, dann in weiter Ferne, vielleicht wieder in 4 - 5 Jahren. Der Gedanke gefiel uns beiden. Auch war absolut nicht ausgeschlossen, dass wir uns mit zwei Kindern rundum glücklich und vollständig fühlen werden.

Der Altersabstand zur grossen Schwester beträgt bekanntlich 5 Jahre und nach wir vor lieben wir ihn. Er macht gefühlt alles so entspannt und einfach. Die grosse Schwester, nun schon 7 Jahre alt, ist natürlich auch mal genervt, aber die Verbundenheit der Mädchen ist wirklich sehr, sehr eng. Nicht selten sitzen sie zusammen im Zimmer der Grossen und spielen. Nach wie vor ist die Grosse sehr bemüht, dass es ihrer kleinen Schwester gut geht. Tut die Kleinste sich weh oder Mama schimpft, ist die Grosse SOFORT zu Stelle und spendet von Herzen kommenden Trost. Die Zwei zu beobachten ist für uns als Eltern einfach schön. Natürlich muss ich auch zugeben, dass die Grosse zudem oftmals eine kleine Hilfe ist, was in gewissen Situationen natürlich auch ebenfalls von Vorteil ist.




Dieser Altersabstand und das - insbesondere im ersten Jahr - auffallend entspannte Gemüt der Kleinen ließen uns immer häufiger von einem weiteren Kind sprechen. Als wir dann im letzten Jahr eine tolle Zeit auf Sardinien hatten, war es irgendwie klar. Wir sprachen mehr und mehr von einem weiteren Geschwisterchen, auch weil wir das Gefühl haben und hatten, dass es für die Kinder unter sich eine grosse Bereicherung ist.

Die eigentlich für mindestens 4 Jahre gedachte Hormonspirale (Oh Gott, ist das jetzt sehr privat? :-O) hatte ihren Dienst einige Monate später getan und sollte vorzeitig weichen.

Wisst ihr, wir reisen und unternehmen sehr gerne sehr viel. Und die Vorstellung, irgendwann alles gemeinsam machen zu können, war einfach schön. Also gemeinsam, damit meine ich zB der Verzicht auf das Babybecken. Die Vorstellung, dass wir zu fünft die grossen Wasserrutschen nutzen und Spass haben können und das ganz ohne uns als Familie stets aufteilen zu müssen. Hätten wir nun noch weitere 2, 3 Jahre gewartet, hätte man wieder von ganz vorne beginnen müssen. obwohl man längst hätte weiter sein können, wisst ihr, wie ich das meine? Ich freue mich natürlich ganz klar auf eine wundervolle Zeit der Schwangerschaft, auf die Geburt und auf das Babyjahr. Aber die Freude auf die Zeit danach ist bei uns eben mindestens genauso gross. Freude auf das Verreisen mit größeren Kindern, auf das Zusammenleben mit ihnen. Ja, das waren so Auszüge unserer Gedanken, warum wir uns für diesen Altersabstand entschlossen haben. Abgesehen davon ist ja auch irgendwie eine kleine Herausforderung und was wäre das Leben schon ohne neue, fordernde und spannende Aufgaben.

Das Minimum als Altersabstand waren für uns 2,5 Jahre. In meinen Gedanken war die Kleine dann trocken, konnte mitteilen, wenn sie irgendwo Schmerzen hat, wird nicht mehr gestillt und auch die Nächte sollten in unseren Gedanken bis dahin besser sein. ALL DAS hat sich sogar SCHON JETZT ergeben. Das Abstillen erfolgte während der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft. Es war kurz, schmerzlos und nicht halb so wild, wie erwartet. Es verlief ohne eine einzige Träne.
Die Nächte sind seitdem wesentlich (!) besser. Wenn sie nicht gerade krank war, schlief sie seither entweder durch oder wurde einmal wach, um sich selbst an ihrem Wasser zu bedienen oder sich an Mama zu kuscheln. Danke, lieber Herr, dass du uns diese Verschnaufpause gönnst. ;-)
Auch das "Trocken werden" ergab sich im Laufe der Schwangerschaft. Man könnte meinen, die Kleinen haben Antennen dafür. :-) Schliesslich haben wir keinen Tag lang geübt, um windelfrei zu werden. Es kam wirklich komplett von ihr alleine, dass sie plötzlich auch auf die Toilette gehen wollte. Bisher verlief es Tag und Nacht unfallfrei und das seit knapp 2 Wochen.

Ich sagte ja gerade, dass der minimale Abstand 2,5 Jahre waren, sie wird nun im Februar 2 und der voraussichtliche Entbindungstermin liegt im August. Ihr dürft nunmal nachrechnen, wie lange es trotz des (nicht wenigen) Stillens dauerte, bis ich schwanger wurde. ;-)

Ok, das Folgende ist jetzt nur etwas für Kenner: Ich bin nämlich eine von den ganz Verrückten, die anfangen an ES + 9/10 zu testen. Ich weiss, dass das nicht gerade sinnvoll ist, aber Ungeduld ist einfach mein zweiter Vorname. Ich war mir schon an ES + 8 ziemlich sicher, dass es geklappt haben muss. Da gab es so viele Anzeichen, auch wenn man sich die im ersten Monaten ggf. einbilden könnte, mein Gefühl war durchweg positiv. An ES + 9 oder 10 war dann bei wirklich seeehr genauem Hinsehen (Meine liebe Freundin I., ich muss jetzt innerlich laut lachen und an unserer Auswertungen denken! :-D Frauen! ;-)) eine ganz, ganz schwache Linie erkennbar.

Als ich dann wirklich sicher sein konnte und auch Tag X vorüberging, rief ich zunächst meine Hebamme an. Es war mir SO wichtig, dass sie mich erneut bei allem begleiten wird, dass ich sicher gehen wollte, noch einen Platz bei ihr zu bekommen. Gesagt, getan.

Gute 2 Wochen später war ich dann das erste Mal beim Arzt, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Überglücklich verliess ich das Wartezimmer mit dem Wissen, das da erneut ein knapp 3 mm klitzekleines Herzchen in mir schlug, welches ich an diesem Tag zum ersten Mal sehen durfte...

Fortsetzung folgt...