Montag, 10. April 2017

Stillen – So klappt es zwischen dir und deinem Baby/s vielleicht etwas besser.

 Hallo liebe Mamas, werdende Mamas und vielleicht auch werdende Papas!

Schon sehr, sehr oft in den letzten 2 Jahren wurde ich um einen Artikel bezüglich des Stillens gebeten. Ich war jedoch immer der Annahme, dass Erstlingsmamas oder generell Mamas, die gerne stillen möchten, aber etwas verunsichert sind, viel zu verrückt gemacht werden. Ich habe immer gesagt, man soll sich in der Schwangerschaft keine Gedanken darum machen bzw. keine Zweifel zu lassen. Stillen ist etwas vollkommen Natürliches und fast jeder Körper ist dazu erschaffen, sein Baby mit Muttermilch eine gewisse oder auch lange Zeit zu ernähren.




Im Laufe der Zeit aber lese ich immer häufiger von traurigen Mamas, bei denen es partout nicht klappen wollte, obwohl sie es sich im Nachhinein sehr gewünscht hätten. Ich bin natürlich auch einfach nur eine Mama und keine Fachfrau, die verschiedene Schulungen besucht oder sich endlos viel darüber belesen hat. Meine (kleinen) Tipps kommen also ausschließlich von meinen eigenen Erfahrungswerten nach zwei Stillkindern.

Das A und O, um das Stillen zu erleichtern, ist in meinen Augen ganz klar eine sehr gute Hebamme. Eine Hebamme, die hinter dem Stillen steht und einfach weiß, was wann und wie zu tun ist.
 Im Idealfall begleitet sie euch schon während der Schwangerschaft. Dann teilt ihr euch das Geburtserlebnis und lasst euch anschließend von ihr im Wochenbett betreuen.

Das Wichtigste, was für das Stillen benötigt, ist Folgendes: GEDULD! Geduld, Geduld, Geduld! Ohne diese wird es nicht klappen. Und wenn ihr es dann noch schafft, trotzdem innerlich die Ruhe zu bewahren und entspannt zu sein, dann ist es auch alles überhaupt nicht schlimm. Oftmals liegt es daran, dass man sich viel zu sehr unter Druck setzt und sich von vielen Geschichten beeindrucken lässt, bei denen es nicht klappte. Denkt nicht nach links und rechts, denkt an euch und vertraut auf euren Körper. Manche Babys können von Anfang an super trinken, andere brauchen ein wenig länger, gibt euren Neugeborenen dann einfach die Zeit.

Ich habe mir zB. nie „für den Fall der Fälle“ Milchpulver gekauft und es anfangs im Schrank stehen gehabt, auch Notfall-Fläschchen gab es hier nicht. Ich war einfach total überzeugt, dass das schon wird. Und es wurde beide Male. Es war erst schmerzhaft, es war nicht immer schön, aber es wurde etwas ganz Besonderes, etwas, dass ich immer wieder ganz genauso machen würde.

Es gibt Frauen, die können dieser Nähe und dieser Verbindung nichts abgewinnen, das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich empfand es neben all dem Guten, was ich meinen Mädels mit der Muttermilch gab, immer als ein zusätzlich schönes Gefühl, ein intensives Kuscheln eben, was nur WIR erlebten.

Wenn ihr euch also gerade in der Phase befindet, in der es verdammt noch mal weh tut, haltet durch! Es wird ganz bestimmt besser! Zu einem unabkömmlichen Hilfsmittel dieser Phase komme ich gleich noch.

Was vielen nicht bekannt ist, ein Baby kann wirklich gänzlich falsch angelegt werden. Es ist am Anfang wirklich wichtig, dass ihr euch immer wieder von eurer Hebamme oder eben einer Stillberaterin korrigieren lasst. Gesetz des Falles, ihr legt immer wieder falsch an, kann es passieren, dass die wunden Brustwarzen einfach nicht verheilen wollen. Daher bitte unbedingt darauf achten.

Springen wir nun noch mal zwei Schritte zurück, zurück zur Schwangerschaft. Viel kann man vor der Geburt nicht vorbereiten, aber einiges eben doch und auch das macht den Einstieg dann etwas leichter.

Still-BH, ganz klar unabkömmlich aus meiner Sicht. Da man vorher nicht wirklich weiß, auf welche Größe es hinauslaufen wird, legt euch einfach zwei Günstige und vor allem Bequeme aus dem örtlichen Drogeriemarkt zu. Später könnt ihr euch dann immer noch ansehnlichere und teurere Modelle anschaffen.

Dann gibt es zwei weitere Dinge, auf die ich mit beiden Kindern nicht hätte verzichten wollen und zwar ganz klar von genau diesem Hersteller. Jede Stillmama, die LANSINOH kennt und probiert hat, wird mir sicher beipflichten.




Zum einen sind es die Stilleinlagen. Gerade in den ersten Monaten des Vollstillens werdet ihr sie definitiv benötigten. Natürlich kann man hier auch auf Eigenmarkten der Discounter oder Drogeriemärkte zurückgreifen, aber dann erntet man einfach nicht die gute Qualität. Die Lansinoh Stilleinlagen sind wesentlich dünner, was ganz klar den Vorteil hat, das man sie auch im Sommer bei dünner Kleidung von außen betrachtet nicht sehen kann. Bei den Günstigeren ist es so, dass sie auf gewissen Kleidungsstücken Abdrücke hinterlassen, was dann wirklich unschön aussieht. Zudem haben sie einfach eine wesentlich längere Haltbarkeit, da sie einfach sehr viel Flüssigkeit aufnehmen können. Es ist so, dass die kleinen Stillbabys manchmal Schlafphasen haben, in denen wir sie uns einfach nur wach wünschen, da wir das Gefühl haben, unsere Brustgröße ist gerade nicht der neu gebildeten Milch angepasst. Zu deutsch, man hat das Gefühl, sie würden jeden Augenblick gesprengt. Nicht nur dann kann es immer wieder dazukommen, dass man eben auch Milch verliert. Legt ihr euer Baby an eine Brust an und es hat zuvor eine gewisse Zeit nicht getrunken, so ist es völlig normal, dass aus der anderen Brust die Milch heraustropft. Stilleinlagen sind also wirklich ein Must have und jene von Lansinoh meine persönliche Empfehlung an euch. Nicht, weil das hier gerade Werbung ist, sondern weil ich als baldige Dreifachmama aus meiner eigenen Erfahrung spreche.




Da kommen wir auch direkt zum nächsten Produkt, welches ihr als Schwangere unbedingt vorrätig haben solltet. Brustwarzensalbe! Auch hier hat sich Lansinoh für mich als bestes Produkt herausgestellt. Schon bei meiner großen Tochter im KH wurde mir Lansinoh empfohlen und als kleine Aushilfsportion mitgegeben. Stillen tut nach den ersten wenigen Tage wie gesagt weh, da kommen wir vermutlich einfach nicht drum herum, liebe Mamas. Und da hilft wirklich nur „Zähne zusammenbeißen“, das süße Bündel ansehen und einmal oder auch zweimal ganz tief durchatmen. 

Es vergeht, es wird bei richtigem Anlegen wirklich immer besser. Bei dem einen dauert es länger, bei dem anderen ist es recht schnell vorbei. Sollten eure Brustwarze wund sein, hilft die Brustwarzensalbe ungemein. Die Lansinoh Salbe ist frei von jeglichen Zusatzstoffen, sie besteht zu 100% aus Lanolin und muss daher auch nicht vor dem Stillen abgewaschen werden. Hilfreich ist es hier auch, die Brustwarzen zu Hause mit der Salbe einzureiben und dann immer mal an der Luft zu lassen und sie nicht ununterbrochen mit Stilleinlage in eurem Still-BH einzupacken. Die Wunde kann atmen, trocknet aber nicht aus und heilt so schneller.

Beim - ebenfalls etwas schmerzhaften - Milcheinschuss haben mir Quarkwickel geholfen. Hier einfach eine nicht so schöne Mullwindel nehmen und sie mit Quark einreiben. Das Ganze dann über die Brüste legen. Eine Wohltat! Zusätzlich könntet ihr unter der Dusche auch etwas Milch herausstreichen, falls es nicht anders auszuhalten ist.

Von Lansinoh seht ihr auf dem Foto oben zwei Thermo-Perlen-Kissen, welche der Brustform angepasst sind. Diese kann man sowohl erwärmen als auch kühl anwenden. Diese werde ich bei unserem kleinen Sommerjungen ganz sicher mal testen, bislang kannte ich sie nämlich noch nicht. Vielleicht hat jemand von euch da schon Erfahrung sammeln können? Berichtet gerne mal.

Wenn ihr nun nach den ersten vielleicht eher holprigen Wochen so richtig warm geworden seid, geht es langsam los, dass ihr auch mal draußen stillen wollt bzw. müsst. Zumindest ist es glücklicherweise bei den meisten Stillmamas so, dass sie sich nicht verstecken und das ist auch absolut gut so. Denn das müsst ihr auch überhaupt gar nicht! Also kleinen Tipp hierfür solltet ihr euch unbedingt einige lange Trägershirts zulegen. Am besten welche die etwas länger sind und über den Po gehen, so dass dies auch in Verbindung mit einer Leggings bei Mama kein Problem darstellt. Ein solches Trägershirt solltet ihr einfach immer und überall unterziehen. So benötigt ihr dann wirklich überhaupt keine Stillkleidung, denn ihr schiebt euren Pulli einfach nur hoch und zieht das Trägershirt an der Brust herunter. Darüber eine Mullwindel gehalten und man sieht wirklich gar nichts. Etwas Übung braucht es anfangs, aber das habt ihr sicher schnell raus. Auch eine Bluse oder Strickjacke bräuchtet ihr so einfach nur aufknöpfen, ohne dass ihr dann halb nackt da sitzt.
Im Hochsommer „arbeitet“ ihr dann entweder mit einem großen Mulltuch, welches ihr euch über die Schulter legt oder aber ihr schafft euch dann doch 2, 3 Stillshirts oder Stillkleider an. Ich kam bislang immer ohne Stillkleidung aus, obwohl es da inzwischen durchaus sehr ansehnliche Modelle gibt.

Was ebenfalls wichtig und eigentlich ja selbstverständlich sein sollte, ist, dass das Baby in der Nacht natürlich bei euch liegt. Es ist nicht nur am Anfang durchaus normal, dass die Mäuse stündlich gestillt werden wollen. Zwar in der Regel nicht jede Nacht, aber es gibt halt immer mal wieder solche Nächte. Am besten eignet sich hier ein Beistellbettchen in einer Maxi-Größe. Die Üblichen könnt ihr nämlich nach 3 Monaten verkaufen, da sie dann zu klein sind. Bei Amazon habt ihr eine tolle Auswahl!

Ganz am Anfang haben beide Babys oft nächtelang auf meiner Brust oder direkt neben mir geschlafen. Das Beistellbett diente da nur meinem nächtlichen Wickelplatz. War aber total praktisch, da es wirklich nie einen Grund gab, aufzustehen. Obwohl, wenn Heißhunger auf Schokolade durchkam, bin ich sogar aufgestanden. ;-)

Nun, dieser Text reicht natürlich bei weitem nicht aus, um nun jeder Mama das Stillen zu ermöglichen, ganz klar! Es soll nur eine kleine Hilfestellung und Unterstützung neben eurer Hebamme sein. Vielleicht ist es für den einen oder anderen unter euch hilfreich, wenn auch nur als klitzekleine Stütze! 

Es würde mich sehr freuen!

Liebe Grüsse
Julia 

*** W E R B U N G * * *